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Das System Putin und der Krieg in der Ukraine

9. Juli · 19:30 - 22:00

Vortrag & Diskussion mit Felix Jaitner

Die Auflösung der Sowjetunion und die neoliberale Schocktherapie sind wichtige Erklärungsfaktoren für den Aufstieg Wladimir Putins. Beim „System Putin“ handelt es sich um eine Autokratie, die sich auf eine rohstoffbasierte Wirtschaft und auf die Macht der repressiven Staatsdienste stützt. Der russische Angriff auf die Ukraine ist auch eine Niederlage für den Westen und Ergebnis seiner gescheiterten Politik. Er ist auch das Resultat der ausgebliebenen Annäherung zwischen Russland und dem Westen. Russland wurde nur als globaler Rohstofflieferant in den Weltmarkt integriert. Doch trotz seiner ökonomischen Schwäche bleibt es aufgrund seines militärischen Potenzials und der geografischen Lage ein wichtiger internationaler Akteur, dessen Bedeutung der Westen oft ignorierte und viele militärische Interventionen wie in Jugoslawien, Irak oder die Bombardierung Libyens gegen den Widerstand der russischen Regierung durchführte. Dies stärkte früh revanchistische Kräfte und einen aggressiven außenpolitischen Kurs, was unter anderem an den hegemonialen Ansprüchen Russlands im postsowjetischen Raum deutlich wird. Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine, gefolgt von zunehmender Härte und Zerstörung. Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht.
Felix Jaitner hat an der Universität Wien zu Entwicklungskonflikten im russischen Machtblock promoviert und leitet den Bereich Klima und Umwelt des Austausch e. V. in Berlin. Kürzlich erschien sein Buch „Russlands Kapitalismus. Die Zukunft des ‹System Putin›“ (VSA Verlag, 2023).

Eintritt frei.

Details

Datum:
9. Juli
Zeit:
19:30 - 22:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Club Voltaire
Haaggasse 26b
Tübingen, 72070 Deutschland
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Veranstalter

Club Voltaire in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung